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ISBN/EAN: 978-3-658-12895-1
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2016
1. Auflage 2016
Erschienen am:
08.06.2016
08.06.2016
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
ix, 437 S., 21 s/w Illustr., 19 farbige Illustr.,
ix, 437 S., 21 s/w Illustr., 19 farbige Illustr.,
Format (T/L/B):
2.7 x 21.3 x 15 cm
2.7 x 21.3 x 15 cm
Hersteller:
Springer VS in Springer Science + Business Media
juergen.hartmann@springer.com
Abraham-Lincoln-Straße 46
DE 65189 Wiesbaden
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Beschreibung
Die bis in unsere Gegenwart hineinreichende Gewissheit, dass es sich bei ästhetischer Praxis um die Praxis von Künstlern und die Wahrnehmung von Kunst durch ein Publikum handeln müsse, ist brüchig geworden. Eine Reihe von Indizien legen den Schluss nahe, dass der Bereich ästhetischer Praktiken und das Kunstfeld in der Gesellschaft eine nur noch partiale Deckung aufweisen. Beispiele für ästhetische Praktiken finden sich in der Mode, der Werbung und dem Design ebenso wie in den neuen Medien sowie in der Musik- und Videospielindustrie. Aber auch Kosmetik-Ketten und Parfümerien, Schönheitschirurgen, Tätowierungsshops, Büros für Inneneinrichtung- und Landschaftsarchitektur, Blumenläden sowie Wellnessbetriebe annoncieren ihre Produkte und Dienstleistungen als ästhetisch. Angesichts des sowohl rasant steigenden Gebrauchs des Adjektivs ästhetisch in der alltäglichen Lebenspraxis als auch des vermehrten wissenschaftlichen Bedürfnisses, das Ästhetische an (bis dato) unverdächtigen Stellenin der Gesellschaft nachzuweisen, sind die Beiträge dieses Bandes entlang einer Leitfragestellung organisiert: Soll man das verstärkte Aufkommen ästhetischer Praktiken in der Gesellschaft in einer eher kulturwissenschaftlichen und -soziologischen Perspektive verstehen und also als eine Selbstentgrenzung der Künste? Oder zieht man dazu besser eine zwar nur äußerst selten gebrauchte, nichtsdestotrotz ebenso einprägsame wie aufschlussreiche Formel Adornos heran und begreift die Ästhetisierung der Gesellschaft als eine Entkunstung der Kunst?
Über Michael Kauppert, Heidrun Eberl
Dr. Michael Kauppert ist apl. Professor an der Universität Hildesheim. Heidrun Eberl ist an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover tätig.