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ISBN/EAN: 978-3-929433-28-9
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
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Auflage:
1. Auflage 2016
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
184 S., 0.47 MB
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9,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Baian, duachn Veaswoif draad / Bayern am VersspießDie Gedichtgeschichten von Anton G. Leitner reichen ins Kabarettistische und erzählen vom ganz alltäglichen Wahnsinn im weiß-blauen Freistaat. Das Bairische verleiht ihnen eine kernige Kraft. Leitners Verse entspringen dem prallen Leben: Ob handfeste Erotik, hinterfotzige Politik oder Schickeriagesellschaft alles wird entblättert, und die geschönten Fassaden bröckeln. Es ist zum Lachen und zum Weinen.Für alle Nicht-Bayern hat der Münchner Turmschreiber die hochdeutschen Versionen neben seine bairischen Gedicht-Originale gestellt.

Über Anton G Leitner

Anton G. Leitner wurde 1961 in München geboren und lebt seitüber 50 Jahren in Weßling (Landkreis Starnberg). In seinemVerlag gibt er seit 1993 die Jahresschrift DAS GEDICHT heraus.Bislang verfasste und publizierte er elf lyrische Einzeltitel, u. a.»Im Glas tickt der Sand. Echtzeitgedichte 19802005« in deredition lichtung (Neuausgabe 2016 als E-Book). Außerdem edierteer vierzig Anthologien (insbesondere für Reclam und dtv).Mit seiner Sammlung »Ois is easy. Gedichte aus Bayern« (SanktMichaelsbund, 2010) kartografierte Leitner den Freistaat lyrisch.Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mitdem »Bayerischen Poetentaler« (2015). Er ist Mitglied der »Münchner Turmschreiber« und der »Valentin-Karlstadt-Gesellschaft«.

Leseprobe

Imma wenna Fuassboi schaugdBrauchda need schwoassln,Dann langd eam sei bessareHäifdn, de hellare Blonde,De Hoibe. Ab und zuaSchreida »Toooaa!« oda »Gruzinesn,Oida Loamsiada, greislicha!«Sei Oide flaggd dawei alloaIm Bedd und dramd scho voAm andan Mo, dea se needZuasaufd beim Boidreedn.//Immer wenn er Fußball schautBraucht er nicht zu schwitzen,Dann reicht ihm seine bessereHälfte, die hellere Blonde,Die Halbe. Ab und zuSchreit er »Tooor!« oder »Verdammt,Du alte, angeranzte Trantüte!«Seine Ehefrau wälzt sich inzwischenAllein im Bett und träumt schonVon einem Anderen, der sich nichtVolllaufen lässt beim Balltreten.

Inhalt

I. Diaf einigschaugd / Intime EinblickeUmananda doa / Nicht in die Puschen kommenDe gloane Pussiakugl / Die kleine Mollige und RolligeHoassa Jaga T. / Heißer Jäger T.Da Mezzgamoasda mediddiad / Der Metzgermeister meditiertMiddanachdsjodla / MitternachtsjodlerBaian und de weidde Wäid / Bayern und die weite WeltImma wenna Fuassboi schaugd / Immer wenn er Fußball schautFamiliänaufschdellung voam hiesign Reiffeisnbangg-Auddomaddn am zwoaddn Weinachdsfeiadog / Familienaufstellung vor einem Geldautomaten der örtlichen Raiffeisenbank-Filiale am zweiten WeihnachtsfeiertagDes Zigaräddnbiaschal / Der SandkastenrockerBelauschdes Banggal am Wässlinga Sä / Belauschte Parkbank am Weßlinger SeeAusufan / AusufernWo d Liab hifoid / Wo die Liebe hinfälltII. Sauwa aufgschbiesd / Investigativer VersreportKommunale Beddonkobbfsanierung / Kommunale BetonkopfsanierungDrojanische Haflinga / Trojanische GebirgspferdeFreie Inddabreddazzion vo am Frein-Wähla-Blakad / Freie Interpretation eines Wahlkampfplakates der Freien WählerVoiggsvadredda / VolksvertreterBroboazz / ProporzFoische Freind / Falsche FreundeKaZedd-Rosl / KZ-RoslAuskemmane Woaddradiggale vom kommunaln Schbrachkontäina / Entwichene Wortradikale aus dem kommunalen SprachcontainerZeid weads zum Vareisn / Höchste Zeit, zu verreisenGloans Reiseealebnis füa an passioniadn Schdubnhogga / Kleines Reiseerlebnis für einen passionierten StubenhockerIII. Gscheid obgschminggd / Psychoanalytische CharakterstudienMjunigg Seidsiing / München BesichtigungstourIm Feinkosdladn / Im FeinkostladenWea ko, dea ko / Wer kann, der kannMinga-Schäig / Monaco-SheikhAnsichdskarddn aus Bäidsching / Ansichtskarte aus BeijingBäddn und arwadn / Beten und arbeiten oder Wie man sich bettet, so arbeitet manVoalezde Ölung / Vorletzte ÖlungDa Wassakundla / Der GewässerkundlerVeasalschänggn / Versschänke oder Verslein schenkenFrira war oiss bessa / Früher war alles besserSommafrischla am Ammasä, wuid umanandafuchdlnd / Naherholungssuchende am Ammersee, wild gestikulierendSchaung ma moi, nachad sengmas scho / Mal sehen, ob diese Geschichte gut endetZugaben»Jeder Bayer ist seine eigene Partei.« Bernhard Setzwein und Anton G. Leitner im Gespräch»Schnablgwax« inddanazzional. Richard Dove über Leitners MundartlyrikÜbersetzungen ins Englische, Schottische und CockneyAlphabetisches Verzeichnis der Gedichte (bair./hochdt.)Dank

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